Unsere medizinische Dermatologie bietet umfassende Vorsorge, Diagnostik und Therapie für alle Hauterkrankungen – von Hautkrebs über Akne, Rosazea und Neurodermitis bis hin zu Allergien, Psoriasis oder infektiösen Hautkrankheiten. Modernste Verfahren wie Video-Auflichtdermatoskopie, Fotofinder® oder Photodynamische Therapie ermöglichen präzise Diagnosen und schonende Behandlungen. Vertrauen Sie auf unsere Expertise für gesunde Haut in jedem Lebensalter.
In der medizinischen Dermatologie werden eine Vielzahl von Hauterkrankungen diagnostiziert und behandelt. Nachfolgend finden Sie eine Übersicht über die wichtigsten Krankheitsbilder, die wir regelmässig betreuen.
Hautkrebs & Prävention
Früherkennung ist entscheidend, da rechtzeitig erkannter Hautkrebs fast immer heilbar ist. Moderne Verfahren wie Video-Auflichtdermatoskopie oder FotoFinder® ermöglichen eine präzise Diagnostik und reduzieren unnötige Eingriffe.
Weisser Hautkrebs: Basalzellkarzinom und Plattenepithelkarzinom
Gehört zu den häufigsten Krebsarten und macht rund 90 % aller Hautkrebsfälle aus. Man unterscheidet hauptsächlich zwischen Basaliomen und Spinaliomen (Plattenepithelkarzinome. Basaliome treten ca. viermal häufiger auf, während Spinaliome in ihrem Verlauf schwerwiegender sein können und eher Metastasen bilden. Beide Formen entwickeln sich meist in den oberen Hautschichten, insbesondere an sonnenexponierten Körperstellen wie Gesicht, Ohren und Händen. Zu den Hauptursachen zählen übermässige UV-Strahlung durch Sonneneinstrahlung oder Solariumbesuche, genetische Faktoren sowie unzureichender Sonnenschutz.
Schwarzer Hautkrebs: Melanom
Die gefährlichste Form von Hautkrebs ist das maligne Melanom oder auch schwarzer Hautkrebs genannt. Er präsentiert sich meist al ein dunkles Muttermal oder Leberfleck und sehr aggressiv, da er Ableger/Metastasen in andere Oragene bilden kann. Bemerkt man eine Veränderung in der Grösse, Form oder Farbe ist eine frühzeige Diagnose und Behandlung entscheidend um die Heilungschancen zu verbessern.
Hautlymphome
Ein kutanes Lymphom ist eine seltene Art von Hautkrebs, das ein sehr vielfältiges Erscheinungsbild besitzt. Fachleute unterscheiden die häufigeren T-Zell-Lymphome und die selteneren B-Zell-Lymphome. Diese beiden Hauptgruppen umfassen wiederum jeweils mehrere Untergruppen.
Hautkrebsvorstufen: Aktinische Keratose
Aktinische (solare) Keratosen sind festhaftende Verhornungsstörungen der Haut, die nach langjähriger intensiver UV-Bestrahlung entstehen können. Sie treten meist im Gesicht und am Handrücken auf und stellen sehr frühe Formen des weißen Hautkrebses dar. Aktinische Keratosen lassen sich mit einer Reihe von modernen Therapieverfahren exzellent und mit sehr gutem Ergebnis behandeln. Hierzu zählen neue Lokaltherapien, die das Immunsystem der Haut aktivieren, sowie eine Kombination von medizinischen Salben und Rotlicht, die entartete Zellen gezielt vernichtet (Photodynamische Therapie oder PDT).
Hautkontrolle bei Organtransplantierten Patienten
Organtransplantierte und immunsuppressierte Patienten brauchen Fokussierte dermatologische Aufmerksamkeit und sind Patienten mit speziellen Anforderungen. Bei Menschen, die ein Herz, eine Niere, Lunge oder Leber transplantiert bekommen haben, ist es von größter Wichtigkeit, den Organismus medikamentös so einzustellen, dass das neue Organ optimal angenommen wird. Damit kann vor allem auch die mit Medikamenten erreichte Unterdrückung bestimmter Reaktionen des Immunsystems verbunden sein. Menschen, die eine Organspende erhalten haben, müssen lebenslang Immunsuppressiva einnehmen. Das ist wichtig, damit das neue Organ nicht abgestoßen oder in seiner Funktion geschwächt wird. Ultraviolettes Licht und Immunsuppressiva führen zum verstärkten Auftreten von weißem Hautkrebs. Diese medikamentöse Immunsuppression schränkt jedoch auch die Immunantwort ein, die zur Bekämpfung von Tumorzellen benötigt wird. Bis heute geht daher eine Verhinderung der Organabstoßung auch mit einer erhöhten Tumorentstehung einher. Manche Immunsuppressiva erhöhen zudem die Lichtempfindlichkeit der Haut. Organtransplantierte haben ein 60- bis 100-fach erhöhtes Risiko an weißem Hautkrebs zu erkranken. Im Vergleich zu anderen Patienten weisen sie insbesondere einen höheren Anteil von spinozellulären Karzinomen, auch Spinaliom genannt, auf. Gerne bieten wir Ihnen eine profunde fachmedizinische Betreuung.
Akne
Eine häufige Hauterkrankung, die meist in der Pubertät auftritt, aber auch Erwachsene betrifft. Durch moderne Therapien lassen sich Entzündungen, Mitesser und Pusteln effektiv behandeln.
Rosazea
Chronisch-entzündliche Hauterkrankung mit Rötungen, Pusteln und sichtbaren Gefäßveränderungen. Sie ist nicht heilbar, kann aber durch gezielte Therapie und Lebensstil-Anpassungen deutlich gelindert werden.
Neurodermitis (Atopische Dermatitis)
Chronisch-entzündliche Ekzemerkrankung, die oft schon im Kindesalter beginnt. Eine individuelle Diagnostik und Therapie helfen, Beschwerden zu kontrollieren und Rückfälle vorzubeugen.
Psoriasis (Schuppenflechte)
Eine nicht ansteckende, chronische Haut- und Systemerkrankung, die Haut und Gelenke betreffen kann. Die Symptome lassen sich durch moderne Therapien wie Licht- oder Biologika-Behandlungen gut kontrollieren.
Akne inversa (Hidradenitis Suppurativa)
Chronisch-entzündliche Hauterkrankung, die durch eine Entzündung der Haarwurzeln gekennzeichnet ist.
Es entstehen entzündliche Knoten, Eiterabsonderungen, Fisteln und Narben. Charakteristisch ist der Befall bestimmter Körperregionen wie Achseln, Leisten, Bauchfalten, Brust und Genitalbereich. Obwohl die Erkrankung oft lange Zeit nicht erkannt wird, ist sie relativ häufig; es wird derzeit geschätzt, dass ungefähr 1% der Bevölkerung darunter leidet. Rechtzeitige Diagnostik und Therapie kann bei der Akne inversa schwere Komplikationen signifikant verhindern.
Mehr über Akne inversa erfahren Sie unter www.acneinversa.ch.
Urtikaria (Nesselsucht / Nesselfieber)
Eine der häufigsten Hauterkrankungen, die während des Lebens sich bei jedem Vierten mindestens einmal mit stark juckenden Quaddeln bilden. Oft entstehen sie als allergische Reaktion, können aber auch durch Infekte, Wärme, Kälte oder Druck ausgelöst werden.
Die häufigste Form, die akute Nesselsucht, kann bis zu 6 Wochen anhalten und spontan wieder abheilen. Besteht die Nesselsucht länger als sechs Wochen, spricht man von chronischer Urtikaria. Der juckende Ausschlag ist lästig, aber aufgrund der spontanen Abheilung ohne Folgeschäden nicht gefährlich.
Vitiligo (Weissfleckenkrankheit / Pigmentflecken)
Eine nicht ansteckende Erkrankung, die zur Bildung weißer Flecken auf der Haut führt. Ursächlich sind entzündliche Prozesse im Körper, die Pigmente in der Haut zerstören. Es ist kein rein kosmetisches Problem, sondern eine Autoimmunerkrankung. Das Immunsystem greift den Körper an, in diesem Fall die Pigmentzellen der Haut. Der Verlauf ist individuell. Weisse Hautareale können sich ausbreiten, verkleinern oder gleichbleiben. Das größere Problem ist der psychische Leidensdruck, mit dem viele Betroffene zu kämpfen haben.
Lupus und Dermatomyositis
Lupus ist eine systemische Autoimmunerkrankung, die zusammen mit der systemischen Sklerose und er Dermtomyositis zu den Kollagenosen gehört.
Die idiopathische Myopathie (Muskelerkrankung) bzw. Myositis (Muskelentzündung) (Idiopathische entzündliche Myopathie) ist mit Hautbeteiligung und gehört zur Gruppe der entzündlich-rheumatischen Erkrankungen, speziell der Kollagenose.
Infektiöse Hautkrankheiten
Die infektiösen Hautkrankheiten gehören zu den häufigsten Hautkrankheiten. Am häufigsten werden bakterielle Hautkrankheiten und Pilzinfektionen diagnostiziert. Virale Erkrankungen, vor allem Herpesvirusinfektionen und Papillome (Warzen) machen ebenfalls einen Gutteil der Diagnosen aus. Die Differenzierung von Hoch- und Niedrigrisiko-Papillomvirusgruppen ist für die Diagnose und vor allem für die Prognose von Patienten mit genitalen HPV-Läsionen von entscheidender Bedeutung. Mit der genauen Diagnostik einschließlich der Partneruntersuchung und Beratung wird unsere Klinik auch einem entscheidenden vorsorgemedizinischen Aspekt gerecht.
Allergien (Kontaktallergien, Heuschnupfen)
Allergien sind fehlgesteuerte Reaktionen unseres Abwehrsystems, die meist gegen harmlose Substanzen gerichtet sind. Viele Allergien können heute durch Haut- und Laboruntersuchungen sehr genau abgeklärt werden. Die spezifische Diagnostik eröffnet Wege zur Linderung oder Heilung. Die meisten Allergien sind gegen Pollen, Tierhaare, Hausstaubmilben, Nahrungsmittel, Arzneimittel, Bienen- und Wespengift sowie chemische Substanzen der Umwelt (Kontaktallergie) gerichtet. Diagnostik und Therapie von Allergien sind fachliche Schwerpunkte unserer Klinik. Es werden alle Verfahren der Hyposensibilisierung durchgeführt.
Handekzem und Berufsdermatologie
Berufsbedingte Hautprobleme sind häufiger als jede andere Berufserkrankung und zwingen die Betroffenen oft zur Aufgabe der Beschäftigung. Neben einer individuell erhöhten Empfindlichkeit sind hierfür zumeist Arbeiten in feuchtem Milieu sowie Allergien gegenüber Arbeitsstoffen verantwortlich. Oftmals äußern sich die Probleme in Form von Handekzemen, die fast immer wirkungsvoll behandelt werden können. In unserer Klinik werden die zugrunden liegenden Krankheitsursachen diagnostiziert und es wird ein individuelles Therapiekonzept erstellt.
Haar- und Kopfhauterkrankungen
Haare haben eine wichtige physiologische und psychologische Bedeutung. Neben dem Schutz vor ultraviolettem Sonnenlicht haben Kopfhaare biologischen Signalcharakter. So sind es bei Frauen lange, volle Haare, die Jugendlichkeit und Schönheit symbolisieren, und auch für Männer ist eine dichte Kopfbehaarung ein Attribut von Vitalität und Jugend. Unterstützung bei der Diagnostik bietet u. a. der computergestützte „Trichoscan“, mit dem die Wachstumsrate der Haare sehr genau beurteilt werden kann. Der Mensch verliert am Tag ungefähr 100 Haare, bei einer Haarwäsche sogar bis zu 300. Übersteigt der Haarausfall diese Zahl, so spricht man von Haarausfall oder Effluvium. Unter Kahlheit (Alopezie) leidet man, wenn der Verlust des Kopfhaars zumindest 60 Prozent ausmacht.
Hirsutismus und Hypertrichose sind verstärkte Körperbehaarung. Hirsutismus beschreibt eine Entwicklung des männlichen Behaarungstyps bei Frauen und Kindern an Stellen, die dem männlichen Behaarungsmuster entsprechen wie Kinn und Oberlippe („Damenbart“), Wangen, Oberarme, Rücken und Bauch. Grund dafür können zum Beispiel hormonelle Erkrankungen sein. Meist lässt sich keine Grunderkrankung hinter der vermehrten Körperbehaarung finden. Die Hypertrichose kommt im Gegensatz zum Hirsutismus sowohl bei Frauen als auch bei Männern vor. Dabei wachsen über den ganzen Körper verteilt (diffus) oder an bestimmten Stellen (lokalisiert) verstärkt Haare. Diese Behaarung entspricht aber nicht einem typisch männlichen Behaarungsmuster. Um übermäßige Haare zu beseitigen, können Sie diese kurzfristig durch eine Rasur oder längerfristig durch Auszupfen (Epilation), Bleichen oder Elektroepilation (elektrische Verödung der Haarwurzel) oder Laser entfernen. Wir beraten Sie gerne über die neusten Behandlungsmetoden, welche wir in unserer Klinik anbieten
Autoimmunkrankheiten
Bei einer Autoimmunerkrankung bekämpft sich der Körper irrtümlich selbst. Das körpereigene Gewebe wird vom Immunsystem fälschlicherweise als fremd angesehen und in der Folge wie ein Feind bekämpft. Da kann auch die Haut ausschliesslich oder zusammen mit anderen Organen betroffen sein. Die genaue Ursache von Autoimmunerkrankungen ist trotz intensiver Forschung bis heute noch nicht vollständig geklärt. Bei vielen Krankheiten dieser Art besteht jedoch eine genetische Veranlagung und auch Umweltfaktoren, Infektionen, Stress und Medikamente werden als ursächliche Faktoren diskutiert. Dermatologische Beispiele sind Kollagenosen wie Sklerodermie & Lupus erythematodes sowie Blasenbildende Autoimmunkrankheiten wie Bullöses Pemphigoid, Pemphigus vulgaris und Dermatitis herpetiformis (Morbus Duhring).
Kinder Dermatologie
Kinderhaut ist deutlich dünner und empfindlicher als die Haut eines Erwachsenen. Daraus resultiert nicht nur ein unterschiedlicher Umgang in Pflege und Therapie, sondern auch andere Hautkrankheitsbilder. Therapien die bei Erwachsenen gut wirksam und lange etabliert sind, sind für Kinder öfter ungeeignet, manchmal sogar gefährlich. Nicht nur die klassischen Kinderkrankheiten wie Scharlach, Masern oder Windpocken zählen zum Spektrum der Kinderdermatologie. Vor allem Krankheitsbilder wie Neurodermitis, Hautinfektionen und diverse Hautausschläge machen den kleinen Patienten das Leben schwer. Eine gute Kenntnis über geeignete Therapieoptionen und vor allem hinreichende Aufklärung der Eltern zählen für uns zu den wichtigsten Dingen in der Kinderdermatologie.
Wundmanagement
Schlecht heilende, chronische oder nässende Wunden können die Lebensqualität massiv beeinträchtigen. Auch bei Bagatellverletzungen lässt sich der Heilungsverlauf durch fachgerechte Wundbehandlung optimieren. Wir bieten Wundversorgung durch zertifizierte Wundmanager unter Fachärztlicher Leitung an.
Venerologie (Geschlechtskrankheiten)
Geschlechtskrankheiten, sexuell übertragbare Krankheiten oder STDs (Sexually Transmitted Diesases) sind Infektionen, die nur oder hauptsächlich beim Geschlechtsverkehr übertragen werden, sei es analer, mit oralem oder vaginalem Sex. Es gibt verschiedene Arten von sexuell übertragbaren Krankheiten, von gutartigen bis zu bösartigen und gefährlichen. Die häufigsten Arten der sexuell übertragbaren Krankheiten in der Schweiz sind Chlamydien, Syphilis, Gonorrhoe, Genitalherpes und Genitalwarzen (dies sind die behandelbaren), sowie Hepatitis B und C und HIV (diese sind nicht oder nur sehr schwer behandelbar). Außerdem gibt es zahlreiche weitere sexuell übertragbare Krankheiten der Harnwege und Genitalien, die zwar lästige Symptome verursachen, aber leicht zu behandeln sind. Je früher die Infektion diagnostiziert wird, desto besser sind die Chancen, sie zu behandeln und zu heilen.
Hypertrophe Narben (Keloide)
Nach Verletzungen, operativen Eingriffen oder auch nach einer schweren Akne kann es trotz einer korrekt durchgeführten Behandlung zu unerwünschten Narben oder Narbenwucherungen (Keloiden) kommen. Dies führt nicht nur zu funktionellen Beschwerden (Spannung, Juckreiz, Schmerzen, Bewegungseinschränkung), sondern stellt für die Betroffenen oft auch eine erhebliche psychische Belastung dar. Bei uns werden solche Narben mit unterschiedlichen Maßnahmen behandelt. Hierzu zählen die Anwendung spezieller Lokaltherapeutika sowie die schonende Abtragung mittels Laser.
Sonnenunverträglichkeit
Richtig dosiertes Sonnenlicht entspannt & beruhigt die Haut nicht immer, sondern kann auch Entzündungen, Rötungen, Juckreiz, Quaddeln oder Blasen verursachen.
Zum Teil treten diese Erscheinungen bei Stoffwechselerkrankungen, nach Anwendung von Arzneimitteln, Lichtschutzmitteln, parfümhaltigen Substanzen oder nach Kontakt mit bestimmten Pflanzen auf. Ca. 10 bis 20 Prozent der Europäer sind von einer Sonnenunverträglichkeit betroffen. Eine richtige und rechtzeitige Diagnose verhindert spätfolgenden Komplikationen.